Röthig

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Röthig

aus Dresden


Die Familie Röthig, deren Stammvater der am 19. Juli 1905 zu Dresden geborenen Willy Jo­hannes Röthig ist, führt folgendes Wappen:

In mit grünen Hopfenzapfen bestreutem roten Schild ein aus gol­denem Schildfuß wachsender silberner Löwe, einen goldenen Pinsel über dem Kopf haltend.

Auf dem Helm mit rot-silberner Decke eine abgewinkelte rotbewehrte sil­berne Löwenpranke, einen nach rechts oben weisenden goldenen Pinsel haltend.

Dieses Wappen nahm der Sohn des genannten Stammvaters, der am 13. August 1943 in Prag ge­borene Kunsterzieher in München Studiendirektor Andreas Röthig, anlässlich seines fünfzigsten Geburtstag am 3. August 1993 an. HERALDRY INTERNATIONAL stellte ihm anlässlich dieses Ereignisses folgenden Wappenbrief aus:

„Allen und jedwedem bekennen öffentlich mit diesem Brief und Urkund aller­män­niglich wir, der ehrenwerte Herold und Sekretar von HERALDRY INTERNATIONAL, das ist die Internationale Gesellschaft für Heraldik, daß all­dieweil der am 13ten August 1943 in Prag ge­borene Pädagog, Kunstmaler und Oberstudienrat Andreas Wolfgang Röthig, Sohn des am 19. Juli 1905 zu Dresden geborenen Willy Jo­hannes Röthig und seiner ehemäßigen Gattin Dorothea, am heutigen Tage das fünfzigste Lebensjahr rundet und er seine Tage bislang in Ehr­barkeit, Redlichkeit, Tugend und Vernunft verbracht und uns und der hohen Kunst der Malerei und Pädagogik manchen getreuen Dienst getan hat und hinfür tun mag und soll, er von uns für würdig be­funden wurde, für und zu ewigen Weltzeiten ein Wappen zu haben, führen und ge­brau­chen zu allen jeglichen redlichen und ehrlichen Sachen und Geschäf­ten, an allen Orten und Enden zu Schimpf und Ernst, und zu zeigen in Streiten, Stür­men, Kämpfen, Stechen, Gefechten auf Panieren, Gezelten, Sie­geln, Petschaften und Kleinodien von jeder­mann ungehin­dert nach freien Notdürften und Wohlgefallen gänzlich ohne Eintrag, sich dessen zu erfreu­en und bedienen in allen weltlichen Sachen, und alle Rechte, Vorteile und Ehren davon zu genießen, und wir es kraft unseres Amtes für recht und billig erachten, daß der vor­genannte Andreas Röthig nachfolgend be­schrie­benes und nebenan recht zierlich gemaltes und mit Farben aus­ge­­strichenes Wappen und Kleinod erhalte:

In mit grünen Hopfenzapfen bestreutem roten Schild ein aus gol­denem Schildfuß wachsender silberner Löwe, einen goldenen Pinsel über dem Kopf haltend.

Auf dem Helm mit rot-silberner Decke eine abgewinkelte rotbewehrte sil­berne Löwenpranke, einen nach rechts oben weisenden goldenen Pinsel haltend.

Dies aber sei zur ewigen Erinnerung und Anzeigung dargetan: Der Löwe bedeutet zuförderst, daß Andreas Röthig ein Löwe ist, dem Temperamente nach, wie auch sein Sternbild ausweist; zum Zweiten zeigt er an, daß sein Geburtsland Böhmen ist, denn auch der König von Böhmen führte einen Löwen im Schilde; zum Letzten  weist er hin auf den verehr­ten, aber früh verstorbenen Vater, der in Dresden zur Welt kam, denn auch im Dresdener Wappen finden wir den Löwen, der hier der Löwe von Meißen ist, dessen Markgrafen auch Herzöge in Sachsen waren. Sodann daß der Löwe einen Pinsel hält, zeigt an die Malerkunst, der sich Meister Röthig mit Geschick und Wohlverstand zu Aller Nutz und Wohlgefallen artig befleißigt. Die Löwenpranke aber, die das Kleinod ziert, führt den Pinsel wie einen Dolch zum Zeichen, daß er seine Kunst und seinen Kunstverstand mit aller Streitbarkeit wohl recht zu verteidigen weiß. Die Hopfenzapfen oder -dolden letztlich, mit denen der Schild zierlich bestreut ist, bezeugen die große Liebe des Meisters zum Gerstensaft, die seine Kunst allerwege begleitet. Dann, so die Farben im Wappenschild des Königs und Reichskur­fürsten von Böhmen Rot und Silber sind, wollen wir, daß dieselben Farben im vorbestimmten Wappen und Kleinod die Herkunft des Meisters Röthig aus Böhmen bedeuten.

Zum Zeugnis dessen schreiben wir, der ehrenwerte Herold und Sekre­tar der vorgenannten Gesellschaft, unter diesen Brief unseren Namen und heften die Siegel unserer Ämter an diesen Brief an diesem 13ten August im Jahre des Herrn Ein­tausendneunhundertdreiundneunzig.“